Berater kommen mir nicht ins Haus

Berater beim FirmenJubilaeum

Berater und Mitarbeiter auf der Jubiläumsfeier

„Hier sind die Berater, von denen ich immer gesagt habe, sie kommen mir nicht ins Haus!“ Mit diesen Worten wurden mein Kollege und ich dem Führungsteam vorgestellt. Die Geschäftsführerin eines erfolgreichen mittelständischen Nischenanbieters hatte sich nach längerem Zögern darauf eingelassen, mit der Spezies Mensch zusammen zu arbeiten, die „einem die eigene Uhr aus der Tasche zieht, um einem zu sagen, wie spät es ist.“

Als Change Leadership Experten wissen wir natürlich, dass Veränderung zu leben nicht leicht ist. Und dass es kein Zeichen von Schwäche ist, sich für Veränderungsprojekte Unterstützung von außen zu holen. Sondern ein Ausdruck von Stärke. Warum? Weil Sie als Geschäftsführer größere Veränderungsprojekte vielleicht ein- oder zweimal in Ihrer Karriere anstoßen, wir damit aber täglich Erfahrung in den unterschiedlichsten Konstellationen machen.

Wenn wir Veränderungsprozesse unterstützen, fangen wir immer „oben“ an. Die alte Volksweisheit, dass der „Fisch am Kopf anfängt zu stinken“, trifft auch heutzutage immer noch den Nagel auf den Kopf.

Berater unterstützen Veränderung

Das Gute daran ist, dass selbst kleine Verbesserungen in der Führung große positive Effekte auf die ganze Mannschaft haben. Ich habe es selbst erlebt, in meinem eigenen Verantwortungsbereich, und was viel beeindruckender ist: bei allen unseren Kunden. So wurde ein „Diktator“ zur Führungskraft, die mit wachsender Begeisterung das Potenzial ihrer Führungskräfte hebt und immer mehr Verantwortung an sie abzugeben in der Lage ist. Oder ein Führungsteam, das seit vielen Jahren sehr gut zusammenarbeitet, erkennt, wie viel mehr miteinander möglich wird, wenn man im Umfeld eines börsennotierten Unternehmens gemeinsam an der Lösung der Hauptengpässe arbeitet. Alle im Unternehmen profitieren von einer Verbesserung der Teamkultur auf der Führungsebene: die Menschen und der ROI!

Sehr bewegend war für mich eine Erfahrung, die ich während der Feier zu einem 50-jährigen Firmenjubiläum des oben erwähnten Kunden machen durfte. Wir waren zu dem Event eingeladen, hatten bisher aber nur mit den Mitarbeitern des Führungsteams gearbeitet. Jetzt hatten wir Gelegenheit, mit allen Mitarbeitern zu reden und im O-Ton von jedem/jeder einzelnen zu hören, wie sich die Veränderungen in der Führung auf die eigene Arbeit ausgewirkt haben. Die Details waren je nach Arbeitsplatz natürlich unterschiedlich, aber was bei allen gleichermaßen durchklang war eine Bewunderung für die Veränderung, die jeder an den Führungskräften wahrgenommen hat und eine ebenso große Wertschätzung für die Veränderung, die sich dadurch im eigenen Arbeitsumfeld ergeben hat. Das, was vielleicht am deutlichsten spürbar war, war das erstarkte Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten gepaart mit dem Stolz, als Team etwas Besonderes zu leisten.

Nach einigen Weißwürsten und weiteren „Maß“ fühlte sich das „du“, mit dem sich seit einiger Zeit alle in der Firma ansprechen, auch für uns richtig an. Mittlerweile sind wir ein Team, das mit wachsender Freude und Begeisterung die Unternehmenskultur bewusst gestaltet und gleichzeitig Umsatz und Rendite steigert. Solche Berater lädt man doch gerne ins eigene Haus ein, oder?

2 Gedanken zu „Berater kommen mir nicht ins Haus

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