Kategorie-Archiv: Bewusstsein

Veränderung braucht Vertrauen

Veränderung_braucht_VertrauenEiner unserer Kunden hat uns vor kurzem einen direkten Vergleich ermöglicht, der die Bedeutung von Vertrauen für Veränderung wunderbar auf den Punkte gebracht hat.

Bei diesem Kunden arbeiten wir seit einiger Zeit parallel mit zwei unterschiedlichen Führungsteams. In beiden Fällen geht es darum, notwendige Veränderungsprozesse anzustoßen und zu begleiten.

Mit dem einen Team (nennen wir es einfach Team I) arbeiten wir seit mehr als einem Jahr ausgesprochen erfolgreich zusammen. Das zweite Team (Team II) weiss von dieser Zusammenarbeit. Es hat von uns direkt gehört sowie über unterschiedliche Mitarbeiter der Organisation von unserem innovativen Ansatz erfahren. Die Herausforderungen, die für Team II anstehen, sind komplexer als die, die wir bisher mit Team I bearbeitet haben.

Nach einigen Wochen der Zusammenarbeit mit Team II merkten wir, dass die Arbeit nur zäh voran ging. Anfangs war es uns nicht aufgefallen, Weiterlesen

Freiraum schaffen

Freiraum schaffen Teil 3Wie Sie wie weichen Themen erfolgreich umsetzen – Teil 3 – Freiraum schaffen

„Die zentralen Stolpersteine für die Führung sind: die mangelnde Zeit für Führungsaufgaben (76%) und das Loslassen der Mitarbeiter zur Förderung der Eigenverantwortung (65%).“ Dies ist eines der Ergebnisse der Studie des Institutes für Beschäftigung und Employability IBE im Auftrag von Hays (HR-Report 2015/2016), auf die ich mich in dieser Blogserie beziehe.

Die Studie schließt aus den Antworten der Umfrage, dass Führung immer noch in alten Mustern gefangen ist und Führungskräfte ihren Anteil dazu beitragen, dass sie unter Zeitmangel leiden, weil sie nicht loslassen und Eigenverantwortung übertragen.

Viele Geschäftsführer, die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe, hatten genau das Problem. Keine Zeit – zu viel zu tun. Sie waren überwältigt und wollten sich nicht die Zeit nehmen, drüber nachzudenken, wie sie das ändern könnten. Aber genau das ist die Falle. Die Arbeit wird nicht weniger und man läuft immer schneller, von einem Ziel zum nächsten ohne grundsätzlich etwas zu ändern.

Freiraum schaffen für die wichtigen Aufgaben – aber wie? Weiterlesen

Die gute und die schlechte Nachricht für Führungskräfte

Fotolia_63012627_XS resizedIn seinem Business Bestseller „Good to Great“ hat Jim Collins die Formel für Spitzenteams so zusammengefasst: „Die richtigen Führungskräfte auf den richtigen Plätzen“.
Um die Formel quantifizierbar zu machen, kann es wie folgt übersetzt werden: Spitzenteams drücken einen idealen Zustand aus, wenn Teamkultur und Geschäftsmodelle ausgerichtet sind, um höhere, nachhaltige Ergebnisse unvermeidbar zu machen.

Von einem Spitzenteam sprechen wir, wenn die folgenden vier Schlüsselbedingungen optimiert sind:
1. Wirkungsvolles Denken und Handeln
2. Komplettes Rollensystem
3. Ausgerichtete Strategien
4. Messbarer Wettbewerbsvorteil

Wie wendet man solche Schlüsselbedingungen an, um Spitzenteams zu beurteilen?

Man kann Daten anwenden, um diese vier Bedingungen zu messen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten die folgenden Daten für ein Team: Weiterlesen

Kollektive Führung im Spannungsfeld zwischen ICH und WIR

Was ist der Zusammenhang zwischen unseren individuellen Bedürfnissen, die immer differenzierter und vielfältiger werden, und einer wachsenden kollektiven Bewusstheit und Intelligenz?

Bevor wir uns als Menschheit unserer Individualität bewusst wurden, waren wir automatisch mit einem kollektiven WIR als uns selbst identifiziert. Das konnte der Stamm, der Clan, die Sippe sein, aber auch die Familie, der Verein oder die Partei. Wir existieren also nie ausserhalb eines kulturellen Rahmens von Normen und Regeln, die uns formen und prägen.

Als mir das so richtig bewusst wurde, fiel mir auch auf, dass meine bisherige Entwicklung, und in gewisser Weise die Geschichte der ganzen Menschheit, immer ein Rebellieren und Ausbrechen aus einem WIR und im nächsten Moment, oder gleichzeitig, ein Festhalten und Bewahren kultureller Normen ist.

Diese Erkenntnis erwacht zunehmend in unserem kollektiven Bewusstsein. Und weil es nie nur das eine oder das andere ist, und beide Seiten irgendwie zusammen gehören, interessiert mich das Spannungsfeld zwischen ICH und WIR, zwischen Autonomie und Gemeinschaft, zwischen individueller Entfaltung und kollektiver Ausrichtung und die Frage, was es braucht, dieses Spannungsfeld bewusst zu halten und zu gestalten? Eine lebendige Erfahrung habe ich mit ca. 70 Teilgebern beim diesjährigen Leadership³ Festival in Berlin gemacht. Weiterlesen

Reinventing Organizations – Das Buch

Wie würde eine Organisationsform aussehen, in der sich die Mitarbeiter selbst organisieren und die Funktion der Unternehmensführung darin besteht, den Rahmen dafür zu schaffen? Organisationen, die nicht nur Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Zulieferern, dem regionalen Umfeld, der Umwelt und anderen Interessengruppen übernehmen, sondern als Energiefelder einen eigenen evolutionären Sinn verfolgen? Die Ergebnisse seiner Forschung zu diesem Thema hat Frederic Laloux in seinem Buch Reinventing Organizations festgehalten. Das Buch erschien vor kurzem in Deutsch unter gleichem Titel.

Das Thema interessiert Führungskräfte und so hat das Buch auch in Deutschland rasch viele Leser gefunden. In der FAZ wurde es am 6. Juli 2015 im Sektor Wirtschaftsbücher mit dem Titel „Natürlicher Gewinn“ vorgestellt.

Laloux wird in dem Artikel zitiert: „Das Buch von Jack Welch („Winning“) ist beispielhaft für ein ganzes Genre von Businessbüchern, die den Lesern ein Geheimnis versprechen, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, Gewinne zu maximieren und die Konkurrenten auszuschalten. Aber eines fehlt in diesen Büchern: der Sinn, dem diese Organisationen dienen. Warum ist der Gewinn sinnvoll? Warum gibt es überhaupt Organisationen und warum ist es richtig, ihnen unsere Energie, Talente und Kreativität zu geben?“ Weiterlesen

Equal Pay Day oder lasst uns die Zukunft der Arbeitswelt gemeinsam gestalten!

Equal Pay Day

Immer wieder werden Umfragen vorgestellt, in denen der Unterschied zwischen Frauen und Männern klar gemacht wird. Ja, es gibt ihn, den Unterschied. Teilweise ist er durch praktische Umstände und soziales Verhalten zu erklären und teilweise durch biologische Unterschiede. Jedoch stellt sich für mich die Frage, wann wir anfangen, nicht mehr in Unterschieden zu denken, sondern an einer gemeinsamen Vision für die Zukunft zu arbeiten.

Anlässlich des Equal Pay Days möchte ich auf einige der Unterschiede eingehen und eine Perspektive anbieten, die mehr das gemeinsame Ziel vor Augen hat als den Kampf zwischen den Geschlechtern.  Als Basis dafür beziehe ich mich auf eine kürzlich erschienene Xing-Umfrage zur Zufriedenheit im Job. Das Fazit daraus ist, dass Frauen unzufriedener mit der Flexibilität der Arbeitszeiten, Gehalt und Karrieremöglichkeiten sind. Weiterlesen

Zur Selbsteinschätzung von Führungsteams

risiko-selbsteinschätzungWir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916), österreichische Aphoristikerin.

Ich komme gerade von einem zweitägigen Workshop mit einem beeindruckendem Führungsteam zurück. Nach Aussage aller Teilnehmer war es der bisher beste Workshop in einer Reihe von Workshops mit diesem Team. „Im ersten Workshop hat man sich als Team noch recht gut beurteilt, im zweiten Workshop gesellte sich zu einer realistischeren Einschätzung Ernüchterung und im dritten Workshop lernte man die eigene Entwicklung schätzen und erkannte die Kraft von wirklicher Ausrichtung“ so der O-Ton des Teams. Mit Führungsteams zusammenzuarbeiten ist immer hochinteressant und sehr bereichernd. Zum einen lernen wir dabei viele neue und unterschiedliche Menschen kennen. Zum anderen lassen diese uns an Ihrer inspirierenden Entwicklung teilhaben.

Bei unserer Arbeit mit Führungsteams geht es immer um Entwicklung: um die kontinuierliche Ausrichtung des Teams und damit auch des Unternehmens. „Ziehen alle an einem Strang“, bitte hier weiterlesen

Fühlen Sie sich auch so, wenn Sie an Führung denken?

führung-fuehlen„Nichts ist so beständig wie der Wandel“ wussten schon die alten Griechen vor 2500 Jahren. Heraklit von Ephesos, der etwa 500 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung im ionischen Ephesos lebte, soll bereits gesagt haben, dass „alles fließt“.

Veränderung ist also nichts Neues. Und doch tun wir uns mit den Herausforderungen schwer, die sich daraus ergeben – vor allem, wenn sie immer häufiger von uns eingefordert werden.

Diese Tatsachen gelten natürlich auch für Unternehmen. Ganz besonders für die Unternehmenslenker, den CEO oder die Geschäftsführerin, die sich mit folgenden Fragen beschäftigen bitte hier weiterlesen

Führen aus Mangel oder Fülle

Mangel - ÜberflussEin Buch macht gerade Schlagzeilen. Reinventing Organisations berührt weltweit die Herzen vieler Unternehmer und Führungskräfte auf der Suche nach neuen Formen der Organisationsführung und Unternehmenskultur. Dessen Autor, Frederic Laloux, sagte in einem Interview für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift evolve„Typisch für den Wandel zu evolutionären Organisationen, wie ich es nenne, ist der Übergang von Angst zu Vertrauen, von Mangel zu Fülle. Dieser Übergang spiegelt sich in den neuen Strukturen wieder. Von Strukturen, die auf Angst, Kontrolle und Überwachung beruhen, geht man über zu Strukturen, die auf Möglichkeiten, Entfaltung und Offenheit basieren.“

Das ist einerseits nichts Neues. Als Persönlichkeits- und Organisationsentwickler bin ich immer auf der Suche nach neuen Strukturen und Praktiken, die Menschen und Unternehmen bestmöglich in ihrer Weiterentwicklung fördern. Weiterlesen

Führen Frauen anders? 8. Teil: Der eigenen Vision folgen

Junge Frau beim BogenschiessenHaben Sie schon öfters den guten Ratschlag erhalten, sich klare Ziele zu setzen? Warum ist das wichtig? Wie beeinflusst eine klare Formulierung von Zielen die Chancen für Erfolg von Frauen in Führung?

Obwohl es viele erfolgreiche Frauen in Führung gibt, kommt es häufig vor, dass diese Erfolge nicht anerkannt oder gefeiert werden. Wenn es sich um von außen vorgegebene Ziele handelt, liegt es vielleicht daran, dass Frauen nicht mit ihrem Erfolg prahlen wollen. Haben die Frauen jedoch keine klaren eigenen Ziele, können sie den eigenen Erfolg kaum messen und sich daran erfreuen.

In einem Workshop für Frauen in Führungspositionen Weiterlesen