Der Führer wird immer wichtiger

Der Führer wird immer wichtigerIn Deutschland tun wir uns mit dem Begriff der Führung etwas schwerer als andere Nationen, weil die natürliche Ableitung des „Führers“ im kollektiven Unterbewusstsein immer noch zu „Aua“ Reaktionen führt. Deshalb, und auch weil das Englische nicht nur in vielen Unternehmen, sondern auch im Alltag immer gebräuchlicher wird, findet man im allgemeinen Sprachgebrauch gerne das englische Äquivalent der „Leadership“ mit dem einhergehenden „Leader“ als Ersatz für den Führer.

Und genau um diesen Leader geht es in diesem Beitrag. Der Führer ist der- oder diejenige, der die Unternehmenskultur maßgeblich bestimmt und vorgibt, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht, ob er will oder nicht. Diese Tatsache ergibt sich z.B. aus der bekannten Volksweisheit, die besagt, dass der „Fisch am Kopf anfängt zu stinken“.

Schaut man sich die Unternehmenswelt aus der Vogelperspektive an, so kann man drei wesentliche Faktoren ausmachen, die für den Erfolg jeder Unternehmung bedeutend sind:

  1. Technologie/Geschäftsmodell,
  2. Kapitalausstattung und
  3. Unternehmenskultur.

Das interessante an dieser Auflistung ist, das 1 und 2 relativ leicht im derzeitigen Umfeld zu bekommen sind. Technologien kann man kaufen, Geld ist bei der momentanen Zinssituation fast schon so verfügbar wie der berühmte Sand am Meer. Das, was man sich nicht durch Geld besorgen kann, ist eine Unternehmenskultur, die Geschäftserfolg unvermeidbar macht. Im Gegenteil, bei Übernahme von erfolgreichen Firmen mit einer Unternehmenskultur, die für kreative Mitarbeiter, glückliche Kunden und attraktive Gewinne gesorgt hat, gelingt es vielen Firmen ohne grossen Aufwand, dieses hohe Gut leichtfertig zu verspielen.

Bei der Unternehmenskultur kommt der Führer ins Spiel

Eine gesunde Unternehmenskultur lässt sich nur bewusst gestalten und muss erarbeitet und vorgelebt werden; sie lässt sich nicht einfach so verschreiben. Und da kommt wieder der Führer, der CEO oder Geschäfts-Führer ins Spiel. Dessen Anforderungsprofil hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Während man im letzten Jahrzehnt vielleicht noch mit einer guten Partition Branchenerfahrung punkten konnte, wird im Kontext einer immer globaler und sich schneller verändernden Wettbewerbssituation etwas Anderes immer wichtiger: Die Fähigkeit, Veränderung oder Change zu führen. Das, was in Zukunft immer mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird, ist genau diese Fähigkeit eines ganzen Unternehmens: sich schnell auf veränderte Randbedingungen einzustellen.

Die Formel, die der CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts im Video-Interview zur 66. internationalen Handelstagung propagiert lautet: „⅓ Branchenwissen, ⅓ Transformationswissen und ⅓ digitales Wissen“. Das heißt also, dass der CEO der Zukunft Erfahrung in „Change“ und „Digital“ haben muss, um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können. Oder, etwas anders formuliert, der CEO der Zukunft wird sich wahrscheinlich zu einem Drittel seiner verfügbaren Zeit mit Veränderungsprojekten befassen und zu einem weiteren Drittel über die Digitalisierung seines Geschäftsmodells nachdenken. Mal Hand aufs Herz: Wenn Sie sich eine Ihrer typischen Arbeitswochen ansehen, wie viel Zeit verbringen Sie damit, Transformation voranzutreiben?

Seien Sie nicht betrübt, wenn es noch kein Drittel ist – Sie befinden sich in guter Gesellschaft. Aber Sie können schon jetzt den nächsten Schritt machen! Wie? Sprechen Sie einen von uns an (Telefonnummern unten auf der Seite), um herauszufinden, wie Sie die Chancen der Zukunft bestmöglich nutzen können. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

 

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