Sepp Blatter, Fisch und Unternehmenskultur

„Was hat der arme Sepp Blatter mit einem Fisch zu tun?“ werden Sie sich vielleicht fragen. Über Herrn Blatter ist in den letzten Tagen viel diskutiert worden. Der außergewöhnlich ausgedehnten und hitzigen Diskussion in allen Medienkanälen war zu entnehmen, dass Herr Blatter nicht als Vorbild einer Führungskraft dasteht, wie sie im Weltfußball erwünscht ist.  Wirft man doch im Wesentlichen ihm das Ausmaß an Korruption vor, das unter seiner mehr als 20-jährigen Amtszeit systemisch geworden ist.

Und genau deshalb ist er als Beispiel wunderbar zu gebrauchen. Der Volksmund weiß schon seit langem: „Der Fisch fängt immer zuerst am Kopf an zu stinken“.

Was ist genau damit gemeint? Der Fisch steht für eine Organisation: das kann ein Unternehmen genauso gut sein wie ein gemeinnütziger Verein. Und die TOP Führungskraft, ob Präsident oder Geschäftsführer, steht für den Kopf der Organisation. In unserem Fall ist also die Organisation die FIFA und der Kopf Sepp Blatter.

Und ein Kopf „stinkt“, wenn er bewusst oder unbewusst, wissentlich oder unwissentlich und sogar willentlich oder unwillentlich, nicht in der Lage ist, Korruption – oder eine korrupte Unternehmenskultur – zu verhindern. Die Liste der Eklats in der Amtszeit von Herrn Blatter ist lang, wie diese Aufzählung aus der FAZ belegt. Wie man im Handelsblatt nachlesen kann, weist Herr Blatter aber immer noch alle Schuld von sich. Selbst wenn man ihm keine böse Absicht unterstellen möchte, bleibt er derjenige, der genau wie die drei Affen (nichts Böses hören, nichts Böses sehen und nichts Böses sprechen) nicht in der Lage war, Korruption zu verhindern. Damit ist er verantwortlich für eine Unternehmenskultur, in der es OK ist, wenn man von nichts Bösem gehört hat, nichts Böses gesehen hat und von nichts Bösem gewusst hat. Wer sich dagegen stellt, wird einfach entlassen, wie das Beispiel von PR-Chef Hans Klaus beweist, der 2009 als vierter in einer Reihe von Entlassungen im Bereich PR gehen musste. Nicht ganz neu, diese Strategie, oder?

Das ist eine hervorragende Methode, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der Integrität, Transparenz und Wertschätzung nicht viel zählen. Sondern Korruption und Misstrauen gedeihen und systemisch werden.

Wir, die Change Leadership Experten von Growth River, nehmen die Volksweisheit, dass „der Fisch am Kopf anfängt zu stinken“, sehr ernst.  Wir wagen sogar zu behaupten, dass ein Team, eine Firma oder ein Unternehmen niemals ein Leistungsniveau halten kann, das über dem Niveau des Denkens und Handelns (Mindset) der TOP Führungskraft liegt. Wenn Sie also mit Umständen, Personen oder Situationen in Ihrem Unternehmen nicht zufrieden sind, sollten Sie sich als erstes fragen, was Sie in Ihrem Kopf verändern müssen, um die gewünschte Veränderung zu bewirken. Das macht Führung auf einmal richtig spannend und herausfordernd, nicht wahr? Wenn Sie wissen wollen, was diese Einsicht kürzlich bei mir bewirkt hat, sprechen Sie mich gerne an.

4 Gedanken zu „Sepp Blatter, Fisch und Unternehmenskultur

  1. Topuz

    Bild ist unglücklich gewählt für eine Markierung zb. via Xing.
    Artikel ist super, jedoch möchte ich keinen Beitrag interessant markieren, den anschließend meine Kontaktliste sieht und eventuell 10% diesen dann liest der Rest jedoch registriert mein Lieferant & Geschäftspartner hat ein Faible für Fische.

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  2. Pingback: Berater kommen mir nicht ins Haus - Growth River

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