Wie Sie die weichen Themen erfolgreich umsetzen – Teil 1 Analyse

1 Platz UnternehmenskulturEine Studie des Institutes für Beschäftigung und Employability IBE im Auftrag von Hays (HR-Report 2015/2016) zeigt: In den weichen Themen – wie Kultur, Führung, Betriebsklima und Veränderungsbereitschaft – spielt die Musik! In der Rangfolge der wichtigsten HR-Themen steht die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur auf dem 1. Platz. Erfolgsentscheidende Themen werden jedoch noch zu wenig umgesetzt. Lassen sich weiche Themen so schwer umsetzen, wie der Bericht auf Grund der Daten schließt? Warum sonst würden Unternehmen verheißungsvolle Optionen für Ihr Geschäft verschenken? Oder ist die Frage eher, ob Unternehmensleiter bereit sind, Ihre Unternehmenskultur zu verändern und Führungsteams so auszurichten, dass Sie diese weichen Themen schnell und erfolgreich umsetzen können? Denn es gibt einen Ansatz, der diese Themen auf sehr systematische Weise mit großem Erfolg in kurzer Zeit voranbringen kann. Wie? Das verrate ich Ihnen in dieser Blogserie.

Im ersten Teil stelle ich zunächst die wichtige Frage: Warum nehmen viele Geschäftsführer diese enormen Chancen, die eine Verbesserung der weichen Themen aufzeigen, nicht wahr? Der Bericht vermutet, dass es daran liegt, dass sich die weichen Themen schwer umsetzen lassen. Wenn es jedoch Methoden gibt, die es ermöglichen, dies einfacher umzusetzen, muss es noch andere Gründe geben. Hier hat der HR-Report einen wichtigen Hinweis gegeben.

Die Vertreter der Geschäftsleitung bewerten zu 63 % die Kommunikation und zu 59 % die Führung in ihrem Unternehmen als sehr gut oder gut. Die gleichen Faktoren werden allerdings von den Führungskräften aus Fachabteilungen deutlich schlechter bewertet, nämlich mit 37 % und 32 %. Erklärt diese Diskrepanz, warum es an der Umsetzung mangelt? Wenn ein Geschäftsführer denkt, es sei alles im grünen Bereich, sieht er keine Notwendigkeit, hier in Verbesserungen zu investieren. Was andere Führungskräfte im Unternehmen sehen, hören und denken, ist der Unternehmensleitung oftmals nicht bekannt. Dadurch wird eine große Chance verpasst.

Deshalb ist es für den Erfolg des Unternehmens wichtig, dass sich die Geschäftsleitung ein objektives Bild der Situation macht und herausfindet, wie andere Führungskräfte in der Organisation die weichen Faktoren beurteilen, wie viel Arbeit hier tatsächlich zu leisten ist und wie die Chancen aussehen, die sie wahrnehmen können.

Tipp 1 auf dem Weg, die weichen Faktoren erfolgreich umzusetzen:
Machen Sie eine Unternehmensanalyse mit einem externen Berater, der die Führungskräfte zu den weichen Themen befragt, das anonymisierte Ergebnis dem Geschäftsführer zur Verfügung stellt und weitere Schritte zur Umsetzung ausarbeitet. Durch die Anonymisierung wird sichergestellt, dass die Teilnehmer offen und frei über ihre tatsächliche Erfahrung berichten können. Dies ist mit einer internen Befragung oder einer groß angelegten unternehmensübergreifenden Studie nicht zu leisten.

Weitere Tipps und Schritte, wie Sie die weichen Faktoren erfolgreich umsetzen können, werden in folgenden Blogeinträgen aufgezeigt. Tragen Sie rechts Ihre Email ein und erhalten Sie die weiteren Blogs automatisch per E-Mail zugeschickt.

5 Gedanken zu „Wie Sie die weichen Themen erfolgreich umsetzen – Teil 1 Analyse

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  2. Wolfgang Horn

    Sehr geehrte Frau Smetana,

    HR-Themen und Unternehmeskultur sind ziemlich belanglos gegenüber diesem:
    „Übrigens glaube ich weder an Unstern noch Fluch, sondern nur an kluges und dummes Handeln.“ (Werner von Siemens)

    Das gerade richtige HR-Thema kann die die passende Anregung geben zum klugen Handeln. Die Verbesserung der Unternehmenskultur ist so klug, wie die Defekte in der Ist-Kultur Konflikte bedeuten, diese Aneinander-Vorbei-Reden oder sogar Gegeneinander – und beides Nachteile im Wettbewerb.

    Ein erster Schritt: Verfluchen Sie den Begriff „Human Resources“. Wer seine Arbeitnehmer ausbeuten will wie Erzvorkommen, zu dem passt nur eine Unternehmenskultur, die weit übler ist als die der Skalvenhalter.

    Olriginalton aus Saudi-Arabien: „Nach dem Koran müssen Sklaven mindestens so gut behandelt werden wie Haustiere.“

    Sie kennen den Dilbert-Comic? (Falls nicht: http://www.ingenieur.de/Spiel-Spass/Dilbert sehen sie dort die Unternemensunkultur von Ausbeutung, Hass, Gegeneinander und Niedergang. Dilberts Klitsche geht nur deshalb nicht unter, weil Scott Adams sie als Bühnenbild für seine Eulenspiegeleien braucht.)

    Vorschlag: Zeigen Sie, wie Unternehmer, Führungskräfte und ihre Helfer die Torheiten vermeiden können, die an Dilberts Klitsche so schmerzhaft dargestellt werden – und mit jeder Torheit zeigen Sie, wie dies Ideal um einen weiteren Schritt näher kommen kann:
    „Eine intakte Unternehmenskultur ist fast ein Garant für hohe Gewinne.“ (Peter F. Drucker)

    MfG
    Wolfgang Horn

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  3. Wolfgang Horn

    Sehr geehrte Frau Smetana,

    In Ihrem Beitrag fragen Sie: „Warum nehmen viele Geschäftsführer diese enormen Chancen, die eine Verbesserung der weichen Themen aufzeigen, nicht wahr?“

    Wäre die Antwort nicht so beschämend, könnte sie wegen ihrer Einfachheit genial sein:
    1. Den „weichen“ Themen fehlt die Qualität so sehr, wie sie weich sind.
    2. Unternehmer und Führungskräfte dürfen nur tun, was sie ihren Vorgesetzten, An teilseignern oder Aktionären glaubhaft begründen können. Mit den „weichen“ Themen geht das nicht.

    Richtiger wäre Ihre Frage in dieser Umwandlung: Was müßte an einem „weichen“ Thema nachgebessert werden, damit der Umgang damit verantwortbar wird?

    MfG
    Wolfgang Horn

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