Wie viel Schaum gehört zum Bier?

Growth River BierschaumDie Antwort auf diese Frage hängt von vielen Faktoren ab, ganz wesentlich natürlich von Ihrem Geschmack und Ihren Vorlieben. Einig sind sich sicherlich die meisten darin, dass keiner in der Kneipe für zu viel Schaum bezahlen möchte.

Genau wie es Ihnen in der Kneipe geht, geht es auch Ihren Kunden, nicht wahr? Oder sind Ihre Kunden bereit, für Blindleistung (sprich zu viel Schaum) zu zahlen?

Blindleistung ist ein Begriff aus der Elektrotechnik und bezeichnet die Leistung, die zwar „verbraten“ wird, jedoch nicht beim Verbraucher ankommt bzw. von ihm genutzt werden kann. Auf Unternehmen bezogen fallen unter Blindleistung all die Tätigkeiten, die im Unternehmen zwar zu Aktivitäten führen („operative Hektik“), für den Kunden aber keinen Nutzen darstellen.

Das können endlose Meetings sein, in denen viel diskutiert, aber wenig entschieden wird. Oder, meist noch schlimmer, Meetings, in denen Entscheidungen zwar getroffen werden, diese aber nicht umgesetzt oder nach wenigen Tagen wieder revidiert werden. Blindleistung wird auch erzeugt, wenn die Führungskraft „nicht die Zeit hat“, anfallende Aufgaben auf die Notwendigkeit ihrer Erledigung zu überprüfen und diese einfach an Mitarbeiter „delegiert“. Diese beschäftigen sich dann damit, nicht selten nur, um bei Fertigstellung vom Chef zu erfahren, dass das Ergebnis nicht mehr gebraucht wird. Und Blindleistung entsteht natürlich auch dann, wenn sich ein Führungsteam zwar auf eine Unternehmensstrategie einigt, jede Führungskraft aber dennoch die eigenen Prioritäten mit Hochdruck weiterverfolgt.

Ich bin sicher, dass Sie das ein oder andere Beispiel von Blindleistung aus Ihrem Unternehmen wieder erkennen. Wahrscheinlich haben Sie sogar noch genügend andere, die diese Liste sinnvoll erweitern könnten. Die große Preisfrage für jeden Geschäftsführer ist natürlich, wie viel Blindleistung in Ihrem Unternehmen „verbraten“ wird und wie sie sich vermeiden lässt?

Wie kann Blindleistung vermieden werden?

Die konkrete Antwort auf diese Frage sieht für jede Unternehmer sicherlich anders aus. Vereinfacht lassen sich aber für jeden Fall die folgenden Punkte ausmachen:

  • Die Bereitschaft, den Realitäten ins Auge zu sehen. Interessanterweise ist nämlich vielen Mitarbeitern die „Blindleistung“ im Unternehmen bekannt. Die wenigsten haben jedoch den Mut, sie anzusprechen. Warum? Weil Vertrauen noch kein tragendes Element der Unternehmenskultur geworden ist. Das Gute an dieser Tatsache ist allerdings, dass
  • Sie als Geschäftsführer derjenige sind, der den größten Hebel zur Veränderung der Unternehmenskultur in Händen hält.

Wenn Sie also bereit sind, als „Change Leader“ derjenige zu sein, der Veränderung vorlebt, dann ist (fast) alles möglich. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Durst, auf Ihr nächstes Bier und die nächste anstehende Veränderung.

Mit besten Grüßen

Eberhard Schmidt

P.S. Wie die richtige Menge Schaum ins gute Bier kommt, ist übrigens höchst spannend auf der Webseite der deutschen Brauer beschrieben :).

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